Alte Stadtansichten Album 14

Das Hotel-Restaurant “Zum Prinzregenten”,
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hatte die Anschrift Kaiserstraße 27. Die damals retuschierte Fotografie stammt aus dem Jahr 1912. Die Schattenrisse der Personen wurden nachträglich eingezeichnet, die Fenster nachbearbeitet und der auf der ursprünglichen Fotografie offensichtlich nicht gut lesbare Namen des Hotels handschriftlich nachgetragen. Die Abbildung ist im Original als kleiner Ausschnitt zusammen mit anderen Kaiserslauterer Motiven auf eine Postkarte montiert. Das äußerlich ganz veränderte Haus steht an der heutigen Ecke Logenstraße und Richard-Wagner-Straße, ganz in der Nähe des Bahnhofs. Der Prinzregent stand in Konkurrenz mit dem Hotel Brenner, direkt gegenüber dem Bahnhof. Das Haus wurde als in ruhigerer Lage angepriesen. Die heutige Ansicht des mittlerweile aufgegebenen Hotelbetriebs entspricht nicht mehr der ursprünglichen Bauweise. Es wurde nach dem Krieg aufgestockt und die Anordnung der Fenster wurde verändert. Das Gebäude steht heute für den Abriß zur Disposition, weil die Stadt eine Rechtsabbiegespur von der Logenstraße her zur Richard-Wagner-Straße einrichten will. Kaiserslauterer Gerüchten nach soll das Hotel nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zeit der französischen Besatzung auch etwas auf einer Abbiegespur gewesen sein.
 

Waldstraße.
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Dieses Foto aus Privatbesitz vermittelt mehr als etwas Kotten-Nostalgie. Es wurde 1914 aufgenommen. Heinrich Diehl hat gerade sein Geschäft in der Waldstraße 21 umgebaut und zur Eröffnung einen Fotografen bestellt. Drei Generationen posieren auf dem Bild. Vor dem Umbau nannte Diehl seinen Laden Cigarrenhaus, das sogar auf einer Postkarte abgebildet war. Nach der Erweiterung wurde ein Kolonialwarenladen daraus. Im Nachhinein könnte man Tante-Emma-Laden sagen, ein Begriff, der erst später aufkam. Das Haus existiert nicht mehr. Die Kolonialwarenläden waren Kommunikationszentren und Informationsbörsen für die unmittelbare Nachbarschaft. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Kaiserslautern etwa drei Dutzend dieser Läden über die ganze Stadt verteilt. Nach den Begriffen der modernen Stadtentwicklung bedeutet das, daß es damals in Kaiserslautern etwa drei Dutzend Kleinzentren gab, in denen man alles für den täglichen Bedarf kaufen konnte. Wie die Aufschrift an den Ladenfenstern zeigt, reichte das Sortiment von Butter und Käse bis zu den Cigarretten. Der Name Kolonialwarengeschäft kam daher, weil man dort auch Lebens- und Genußmittel aus Übersee kaufen konnte, nicht nur aus den damaligen deutschen Kolonien. Im Kolonialwarengeschäft Zimpelmann in der Kanalstraße 24 gab es noch bis 1939 Dörrobst aus Kalifornien, blendend weiße, geschwefelte Apfelscheiben in Holzkisten mit dem eingebrannten Namen California.
 

Der Augustinerkeller
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Der Augustinerkeller war ein urgemütliches, hervorragendes Lauterer Speiselokal. Das Lokal ist nach Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs untergegangen. Name, Ausstattung und Speisekarte waren Kopien des bayerischen „Augustiner“ in München. Um die Lage des „Augustiner“ auszumachen, begeben wir uns an den Fackelwoogbrunnen, schauen über die Fruchthallstraße zur gegenüberliegenden Häuserfront. Etwa auf dieser Höhe war der Abgang zum Augustinerkeller. Die Postkartenaufnahme stammt aus den 1920er Jahren, möglicherweise aus dem Jahr 1926. Damals feierte die Stadt das 650. Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte durch König Rudolph von Habsburg. In vielen Gaststätten wurde gefeiert. In den Lauterer Lokalen war es üblich, mit „schönen Dekorationen“ zu werben. Auch beim „Augustiner“. Beim Bockbierfest standen Ochsenschwanzsuppe, Königspastetchen, Gänsebraten mit Kompott und Majorankartoffeln, einschließlich Dessert, für 2.50 (!) Mark auf der Speisekarte. Wenn man so will, hat der „Augustiner“ einen Hauch der unseligen deutschen Geschichte mitbekommen: 1926 füllten die Nazis erstmals die Fruchthalle bis auf den letzten Platz - und Hitler hat im „Augustiner“ eine seiner Hetzreden gehalten. Viel schöner ist die Geschichte vom „Fettlabbe“. Der „Fettlabbe“ war ein magerer, knochiger und ausgemergelter Kellner, der mit eleganten, tänzerischen Bewegungen zwischen den Stühlen schwebend im „Augustiner“ die Gäste bediente. Total spitze Schnabelschuhe in schwarzem Lack waren sein Markenzeichen. Nach dem Krieg beschäftigte die Stadtverwaltung den fleißigen Mann noch einige Jahre.
 

Steinstraße/Hornstraße.
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Dieses Haus, ehemals Steinstraße 53, wurde bei der Sanierung der Altstadt in den 1970er Jahren abgerissen. So familiär die Szene auch ist, es handelt sich um eine Postkarte aus dem Jahr 1907 aus Privatbesitz. Nach rechts schließt sich noch ein Haus an und dann kommt die heutige Hofeinfahrt zum Wadgasserhof. Ein Mauerrestchen und eine kleine freie Fläche bilden heute diese Ecke Steinstraße/Hornstraße. Dem kurpfälzischen Hofgerichtsrat Johann Philipp Horn zu Ehren hat das Sträßchen seit Ende des 18. Jahrhunderts seinen Namen zu verdanken. Der Hofgerichtsrat besaß dort ein Haus. Unter der Gaslaterne ist das Straßenschild „Hornstraße“ zu sehen. Etwas links im Bild steht über dem Eingang des Ladens von Wilhelm Bossert „Spezereihandlung, Tabak, Cigarren, Branntwein-Ausschank“. Auf dem nächsten Schild etwas weiter rechts präsentiert sich die „Restauration zum Schweizerheim“ und daneben ist das Schild „Bier aus der Bayerischen Brauereigesellschaft Kaiserslautern“ zu sehen. „Spezereihandlungen“ gab es etliche im alten Kaiserslautern. Sie verkauften überwiegend Gewürze. Nach und nach wurde der Handel auch auf Tabakwaren ausgeweitet. Das Angebot war etwas spezifischer als in den Kolonialwarengeschäften, die überwiegend Lebensmittel führten.
 

Steinstraße 48.
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Das Haus in der Steinstraße 48 beherbergt heute das Theodor-Zink-Museum. Das Foto aus den Beständen des Museums ist 1931 aufgenommen. Das Wohnhaus mit Brauereigaststätte wurde 1817 vom Bierbrauer Johann Gelbert gebaut. Die Gaststätte entwickelte sich zu einer „Fuhrmannswirtschaft“, nach deren Untergang im Jahr 1917 setzte eine interessante Entwicklung dieses Hauses ein. In dem noch erhaltenen Torbogeneingang zum Museum (links im Bild) befindet sich heute eine Büste von Theodor-Zink. Genau an dieser Stelle war bis zur Sanierung des Hauses im Jahr 1976/77 eine Haustür. Diese Haustür führte zur Wohnung der Familie Otto Magin und zu deren kleiner Fabrikationsstätte für Zuckerwaren. Die Kerwebeschicker aus Kaiserslautern und aus der Region bezogen ihre Zuckerhasen, Mohrenköpfe, Bonbons und die bunten Zuckerstangen von Magin aus der Steinstraße. Kioske, Lebensmittelgeschäfte und Bäckereien gehörten ebenso zu den Kunden. Noch während des Kriegs arbeitete Otto Magin - soweit es noch Material gab - in seinem kleinen Fabrikationsbetrieb mit fünf Leuten. Die Söhne übernahmen das Geschäft und führten es noch bis 1950. In dem Haus gab es weitere Wohnungen; so lebte dort auch noch während des Zweiten Weltkriegs ein Fuhrmann mit seiner Familie. Seine Kutschen hatte er im Hof abgestellt. Als im Krieg keine Autos mehr fuhren, waren die Kutschen (auf Bestellung) ein begehrtes Beförderungs- und transportmittel. Im hinteren Teil des Museums, in der heute für kulturelle Zwecke genutzten „Scheune“, hatte der Pferdehändler Dilly seine Gäule noch bis Ende der 1930er Jahre untergestellt.
 

„Spatzebruder“ am Stiftsplatz.
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Beim Erfinden von Spitznamen waren die alten Lauterer besonders einfallsreich. Der Inhaber des „Pfälzer Weinhauses“ am Stiftsplatz 6 hieß Philip Spatz. Er hieß schon bald „de Spatzebruder“, und weil er Humor hatte nannte er, wie man am Schild über der Tür sehen kann, seine Weinwirtschaft „Zum Spatzebruder“. Das Haus, das in den 1920er Jahren von der Bayerischen Gemeindebank übernommen und von der Fassade her nur leicht verändert wurde, stand auf der Ecke Stiftsplatz/Bismarckstraße. Die Aufnahme aus Privatbesitz muss nach 1909 gemacht worden sein, denn unten rechts ist im Original ein Stückchen des Stiftsplatzes zu sehen, der bis zum Eingang zur Bismarckstraße gepflastert war. Die Pflasterung wurde 1909 aufgebracht. Vielleicht ist die Aufnahme kurz nach der Pflasterung des Platzes gemacht worden und die Lauterer Politprominenz, die nachweislich in diesem urigen Lokal verkehrte, hat sich darüber unterhalten, dass der marode Platz endlich wieder einmal ein ordentliches Bild abgibt. Geworben hat der „Spatzebruder“ mit „Fass- und Flaschenweinversand, Ausschank von Naturweinen und anerkannt guter Küche“. Auf seine Weinkarte und später auf eine Postkarte hat der „Spatzebruder“ ein Gedicht drucken lassen, das besagt, dass der Wein der „RHEINPFALZ“ (in Großbuchstaben geschrieben) rein, wie die vier in Lautern vertretenen Religionen sein müsse: lutherisch lauter, calvinistisch aufgeklärt, katholisch - in Wundern seine Stärke - und ungetauft wie die Juden. „So schließt ein gut Glas Wein die vier Religionen ein“, endet das Gedicht. Im alten Lautern verstand man sich. Waren die Lauterer mehr Pfälzer Wein- als bayerische Biertrinker? „Vorsicht in den Kellern mit dem neuen Wein“, stand damals häufig in den Zeitungen. Die austretende Kohlensäure führe zur schnellen Betäubung und lasse keine Hilferufe zu. „In Lautern wird der Wein stromweise getrunken“, schrieb Friedrich Blaul schon 1838. „Gießbäche“ seien nichts gegen manche dieser Kehlen, befand der pfälzische Pfarrer und Dichter.
 

Die Glockenstraße.
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“Ein Fotograf, ein Fotograf, kommt schnell, stellt Euch auf, wer noch aufs Bild will!“ So mag es sich vor 103 Jahren Ecke Glocken- und Weberstraße in Windeseile verbreitet haben. Die Aufnahme aus Privatbesitz wurde 1905 von dieser Straßenkreuzung aus in Richtung Süden zum Hauptbahnhof hin gemacht. Alle kamen: Ein Schutzmann ist auf dem Original zu erkennen, der Junge mit seinem Fahrrad hat sich in den Vordergrund gedrängt, die vielen Kinder und die Frau mit dem Baby links im Bild wollten auch noch fotografiert werden. Etwas rechts von dieser Frau ist eine kleine Unschärfe zu sehen. Das ist die Fahne, die ein Junge schwenkt. Nur das große Eckhaus links, in dem sich damals eine „Restauration“ befand, ist heute noch fast im Originalzustand erhalten. Die Szene zeigt wieder eines der damaligen zahlreichen „Kleinzentren“ der Stadt: links der Friseur Jean Beltz und ganz rechts das Kolonialwarengeschäft Eugen Blauth. Das Eckhaus mit dem Balkon, rechts im Bild, ist das Geschäftshaus des damaligen Verpackungsunternehmers Carl Philip Schmidt, der die Firma 1874 gegründet hat. Neben den unterschiedlichsten Verpackungsmaterialien stellte das Unternehmen auch zahlreiche Formen von Tüten her. Die Nachkommen mögen es mit Schmunzeln aufnehmen, Carl Philip Schmidt war in der ganzen Region als „de Tude-Philip“ bekannt. Das Verpackungswerk C.P. Schmidt existiert heute noch als eines der ältesten Kaiserslauterer Unternehmen. Die Glockenstraße bekam 1881 ihren Namen, weil sich dort seit 1861 eine Glockengießerei befand. Die „Webergasse“ erhielt 1870 zunächst den Namen eines Anwohners. Im Jahr 1879 wurde sie in Weberstraße umbenannt mit Bezug auf den Komponisten Carl Maria von Weber. So ist allmählich das Lauterer „Musikerviertel“ entstanden mit der Richard-Wagner-Straße, der Mozartstraße, der Beethovenstraße und der Brahmsstraße.
 

Brauerei Marhoffer:
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Der Fotograf dieser Aufnahme von 1957 stand auf der Ostseite der Fruchthalle, etwa auf der heutigen kleinen Verkehrsinsel mit Blick in die Martin-Luther-Straße zur Kleinen Kirche, deren Turm in der Bildmitte zu sehen ist. Die heruntergekommenen Gebäude der Brauerei Marhoffer sind festgehalten, ein Stück Kaiserslautern, das den Krieg überstanden hatte. Im Grunde hätte das Bild noch etwa 15 Jahre später gemacht werden können, wenn die kleinen Pappeln hinter der Mauer bis dahin nicht über die Dächer hinausgewachsen wären und den Blick auf die häßliche Fassade kaschiert hätten. Die sonst schonende Objektsanierung in der Altstadt in den 1970er Jahren hat in diesem Areal nicht gegriffen. Nur eine begrenzte Flächensanierung konnte hier Ordnung schaffen. Die Straßenkulisse ist völlig verändert. Die Brauerei stand in der Kirchenstraße, der heutigen Unionstraße. Die Gebäude stammten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis zum Abriss wurden Teile als Lagerhalle einer Eisenwarenhandlung genutzt. Die Kleine Kirche war auch einmal Lagerhalle und zwar 1793/94 während der französischen Besatzung. Sie wurde 1811 neu eingerichtet. Erbaut wurde sie von den Lutheranern (Lutherische Kirche) von 1711 bis 1717. „Kleine Kirche“ heißt sie seit 1818, als sich die Lutheraner mit den Reformierten vereinigten. Die Stiftskirche war dann die „große“ Kirche. Den oberen Teil des Fotos durchkreuzen die Doppelfahrdrähte und ein Spanndraht der O-Buslinie 1, Vogelweh - 23er Kaserne. Die Linie war ab 29. Oktober 1949 in Betrieb. Bis zum Bau der Ost-West-Achse (1955 eingeweiht) verliefen beide Fahrbahnen auf der Südseite der Fruchthalle.
 

Auf diesem Postkarten-Foto
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von der Marktstraße stimmt etwas nicht: Eine alte Stadtansicht mit dieser Szenerie hat es nie gegeben. Die Fotografie muss vor 1912 gemacht worden sein. Durch die Marktstraße rattert aber schon eine Straßenbahn - die lief in Kaiserslautern erst ab 19. Dezember 1916, und die Strecke durch die Marktstraße war nur 1929 in Betrieb. Zudem: Von dieser Perspektive aus hat sich die Häuserkulisse in einem kleinen Detail nach 1912 verändert. Dieses Detail entlarvt den Schwindel - oder besser gesagt die Retusche. Etwa in der Bildmitte im Hintergrund sind zwei Häuser mit Walmdächern zu sehen. Das linke Walmdach gehört zur Gastwirtschaft „Riesen", Ecke Kerststraße / Riesenstraße. Das Haus wurde 1912 abgerissen und 1915 das Kaufhaus „Wohlwert" gebaut. Um die Jahrhundertwende und noch bis in die 1930er Jahre galt die Retusche als eigene fotografische Kunstform, in der wahre Wunder vollbracht wurden. So wurde auch der Straßenbahntraum der Stadt Kaiserslautern wenigsten auf einer Postkarte Realität. Im Jahr 1896 hatte der Stadtrat beschlossen, Angebote für den Bau einer Straßenbahn einzuholen. Bis sie lief, dauerte es dann noch zwanzig Jahre. Der Postkarten-Retuscheur hat zudem einen gravierenden Fehler gemacht. Der Fahrdraht der Straßenbahn schwebt frei in der Luft. Der Künstler hat die Haltedrähte und die Verankerung an den Hausfassaden vergessen.
 

Die Fackelstraße, ein Stück Kaiserslautern,
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das bei den Bombenangriffen 1944 untergegangen ist. Der Verlag Emil Hartmann aus Mannheim hat verschiedene Fotoserien von Kaiserslautern gemacht. Diese Fotografie dürfte aus der Serie von 1932 stammen. Es gibt einen Anhaltspunkt: Die Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof zum Fackelrondell führte von der Eisenbahnstraße her durch die Fackelstraße. Diese Linie wurde von Juli 1920 bis Juli 1931 betrieben. Auf dem Foto sind die Schienen noch zu sehen, aber der Fahrdraht und die Befestigungshaken an den Häusern sind schon abgebaut. Auf den Schienen parkt eines der damals noch beliebtesten Transportmittel, ein Handkarren, und ein paar Meter weiter ein Auto. Die letzten Schienenreste wurden im März 1973 beseitigt, als mit dem Bau der Fußgängerzone in der Fackelstraße begonnen wurde. Die Aufnahme dürfte vom Kaufhaus Kämper aus gemacht worden sein. Der Blick geht in Richtung Fackelrondell. Das Kaufhaus stand Ecke Riesenstraße/Marktstraße. Die Fackelstraße ist Teil der Stadtgeschichte. Schon 1801 lag ein französischer Plan vor, nach dem die Fackel- und die Marktstraße die Kaiserstraße zu bilden hätten. Die Armeen Napoleons marschierten durch die Fackelstraße, mit Linksschwenk am Rieseneck in die Markstraße, über die Steinstraße zur Stadt hinaus. Die Fackelstraße sei nur noch „einen Meter hoch", sagten die Menschen nach den Fliegerangriffen. Als die Trümmerlandschaft aufgeräumt war und der Wiederaufbau begann, wurden im Stadtrat Überlegungen vorgebracht, die Straße eventuell zu verbreitern. Die Grundstücke wären dann um kaum zwei Meter beschnitten worden. Aber alles blieb beim Alten. Die Lauterer sagten jetzt, der Stadtrat hätte die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen nach Lautern geholt. Um sich ein Denkmal zu setzen könne man auch „Stadtratsschlucht" sagen. Heute erscheint die Fackelstraße breiter, weil die Bordsteine weggenommen wurden.
 

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