Postkarten aus KL 03

Fackelrondell
Frühe Fotoansicht auf einer Karte des Jahres 1904. Links das alte Bezirksamt. Zwischen der Pariserstraße (links) und der Mühlstraße (rechts) die Weinstube und Bäckerei Klein (der spätere Hexenbäcker!) Im Hintergrund Schornstein und Mälzerei-Turm der Brauerei Gelbert.

Fackelrondell
Von der Königstraße bzw. Schwanenstraße her gesehen (1908), links das neuerbaute Haus Hexenbäcker, wie es bis 1944 aussah. Rechts befindet sich das Anwesen Niethammer, auf dem heute das Pfalztheater steht.

Fackelrondell
Aussehen anfangs der 20er Jahre. Blick in die Mühlstraße von der Fackelstraße aus. Linke Ecke: heutige Hypotheken- und Wechselbank.


Fackelrondell (1939)
Inschrift „Gauhauptstadt” Kaiserslautern. Erstmals (und nur für wenige Jahre) ein wirkliches „Rondell”. Demnächst soll hier das Karstadt-Kaufhaus stehen.

Fackelstraße
Blick vom Fackelrondell, rechts das Hotel Schwan, damals (1904) noch ohne den sog. „D-Zug”, (Wintergarten). Heute Bayerische Hypotheken- und Wechselbank. Am Ende der Fackelstraße ist das Gasthaus Zum Riesen zu erkennen.

Fackelstraße
Damals (1903) wie heute eine ideale Fußgängerzone. Da alle Roll- und Fensterläden geschlossen sind (auch beim „Riesen"!) herrscht wohl Sonntagsruhe. Links geht es zum Altenhof. Die Ecke war das Bekleidungshaus Manes, heute Sicius & Sohn.

„Zum Riesen”
Kreuzung Fackel-, Markt-, Riesen- und Kerststraße mit dem Weinrestaurant und Café „Zum Riesen”, erbaut 1609. Ein Bild dieses Riesen war auch im 1. Stock (links von der Ecke) aufgemalt. Dieser Platz gilt heute als eines der Zentren der Fußgängerzone. Im Hintergrund die „Grüne Laterne” und darüber ragt die „Wartburg” heraus. Eine der reizvollsten alten Postkarten aus „Alt-Lautern”: Kutsche, Korbkinderwagen, lange Kleider und nicht zuletzt: Der Schutzmann mit Pickelhaube!


„Rieseneck”
Ein nicht gerade schön zu nennender Neubau ersetzte das historische Gasthaus. Diese Karte aus dem Jahre 1915 zeigt das neue Gebäude, in dem zunächst der Kappenmacher Schweitzer dann das Warenhaus „Wohlwert” (später nach 1938: Kämper) untergebracht war. Rechts vorn das heutige Kaufhaus Hertie.

Fruchthalle
Die früheste Ansichts-Postkarte dieser Zusammenstellung auf der Basis einer fotomechanischen Wiedergabe. Lithographie und Steindruck, handkoloriert (um 1890). Der Platz um die Fruchthalle war ringsum von Häusern eng eingerahmt, besonders fällt im Hintergrund die damalige Bebauung des Schillerplatzes auf, von dem aus um 1912 ein Durchbruch in Richtung Fackelrondell geschaffen wurde. Rechts das Gasthaus (später Hotel) Adler.

Die Fruchthalle
Laut Karteninschrift der größte Saal der Pfalz, was er um die Jahrhundertwende sicher war. Der eindrucksvolle, nach italienischen Vorbildern errichtete Bau hat seinen Namen von der dort vorgesehenen Abhaltung von Fruchtmärkten. Er wurde in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut, bald aber nur noch für kulturelle Veranstaltungen genutzt. 1849 wurde hier die provisorische Regierung der Pfalz während des Pfälzisch-Badischen Aufstands proklamiert. In den letzten Jahrzehnten ist die Fruchthalle wohl nur einmal noch ihrem Namen gerecht geworden, als 1940 in den unteren Räumen Mirabellen und Trauben verkauft wurden, die zuvor in Lothringen als Kriegsbeute beschlagnahmt worden waren!

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